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Meine persönliche Wolke

7.Juni 2006
Blauer Himmel und Sonne lockte mich gestern wieder einmal ans Meer.
Ich wollte mir den neu gestalteten Hafen in Niendorf ansehen und von dort aus zurück nach Travemünde laufen.
Erich brachte mich bis nach Brodten, so dass ich nur wenige Kilometer bis nach Niendorf gehen musste.
Nachdem ich den Hafen bewundert hatte und langsam an den Rückweg dachte, sah ich sie plötzlich: Meine persönliche Wolke.
Genau über mir und neben mir stand sie und regnete einige Minuten später auf mich hinab.
Rechts und links von ihr blauer Himmel.
Nun, jetzt dachte ich mir noch nicht viel dabei, ich machte mich einfach im Regen auf den Weg nach Travemünde.
Aber so schnell ich auch ging, meine Wolke war gleich schnell. Immer war sie über mir, neben mir, schien mich zu begleiten.
So langsam hatte ich sogar das Gefühl, dass die Leute es bemerkten und merkwürdig schauten. Sah ich auf meinem Weg nach vorn, sah ich immer nur den blauen Himmel, nur über mir regnete es.
Diesen kleinen Stein entdeckte ich dann, sieht er nicht aus, als ob er mir wissend nachsehen würde?
Am Strand kam ich natürlich auch nicht so schnell vorwärts, so dass ich nie schneller als meine Wolke war, aber in Brodten entschied ich mich, oben auf der Steilküste auf dem Wanderweg weiterzulaufen, da konnte ich sicher schneller sein und endlich wieder blauen Himmel über mir geniessen.
Dieser blöden Wolke würde ich es schon zeigen und ihr ein Schnippchen schlagen!
Und es klappte sogar, zügig schritt ich aus und hatte bald die Wolke zurückgelassen und genoss die Sonne.
So schön konnte es ohne die Wolke sein.
Auch die Blumen sehen gleich lebendiger aus, wenn sie von der Sonne durchflutet werden
Dann plötzlich kam Sturm auf, die Ostsee bekam Schaumkronen,
auf dem Weg wurde der Sand aufgewirbelt, es kam ganz plötzlich und unerwartet für mich.
Der Wind peitschte über das Wasser...
und schob in Minutenschnelle meine Wolke wieder über mich und neben mich. Wie gehabt.
Innerhalb von 15 Minuten war der Spuk dann wieder vorbei. War fast ein wenig unheimlich. Der Sturm legte sich, ein leichter Wind war nur noch zu spüren. Die Wolke und der Regen begleiteten mich dann bis nach Travemünde. Ich nahm es mit Humor, eigentlich war sie ja auch schön anzuschauen.
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erstellt 08.06.06